Arzt

Nach meinem Staatsexamen war ich zunächst für einige Jahre als Klinikarzt in der Abteilung für Hämatologie und Onkologie am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homurg/Saar tätig. Aktuell arbeite ich dort als Arzt in der Klinik für Allgemeine Chirurgie, Viszeral-, Gefäß- und Kinderchirurgie. Ab 2020 finden Sie mich in einer allgemeinmedizinischen Praxis im Saarpfalzkreis.

 

Besonderes interessieren mich die Fatigue-Syndrome: Schwere, belastende Erschöpfungszustände, die häufig bei Tumorerkrankungen und rheumatischen Erkrankungen auftreten, aber auch als eigenständiges Krankheitsbild. Die Entstehung ist bislang unbekannt und die Therapie schwierig.

 

Zur Erforschung dieser Krankheitsbilder erhielt ich 2019 den Forschungspreis der Werner-Zeh-Stiftung.

 

Interessen und Schwerpunkte

Mich interessiert der ganze Mensch, nicht nur einzelne Organsysteme oder Krankheitsbilder. Dies ist ein wichtiger Grund dafür, dass ich mich für das Fach Allgemeinmedizin entschieden habe. Ich bemühe mich um sehr breites medizinisches Wissen und Fertigkeiten. 

  

Eines meiner Interessensgebiete ist die komplementären Onkologie. In meiner Zeit in der Abteilung für Hämatologie und Onkologie des Universitätsklinikums des Saarlandes habe ich die Nebenwirkungen der Chemo- und Strahlentherapie bei zahlreichen Patinten miterlebt. Vielfach werden nur wenige bis gar keine Versuche unternommen, diese zu therapieren. Oftmals sind die Möglichkeiten und die therapeutischen Ansätze der komplementären Onkologie nicht oder nur teilweise bekannt. Aber man kann viel besser durch die schwere Zeit der Tumotherapie kommen als nur mit den Standard-Medikamenten gegen Schmerzen und Übelkeit! Hierfür stehen etablierte, komplementäre Methoden zur Verfügung, die jedoch leider im klinischen Alltag häufig nicht zur Anwendung kommen.

 

Auch führe ich ambulant chirurgische Eingriffe durch. Über die Grenzen der akademischen Medizin hinaus interessiere ich mich für (und praktiziere) Akupunktur der Mikrosysteme (z B. Ohrakupunktur), therapeutische Lokalanästhesie (Neuraltherapie) und manuelle Medizin. Außerdem habe ich das FIFA Medical Diploma zur medizinischen Betreuung von Sportlern. 

 

Mit meinem Forschungsschwerpunkt Fatigue bemühe ich mich, die Erkenntnisse der Medizin zu vergrößern. 

 

Fatigue

Die unterschiedlichen Fatigue-Syndrome können als Symptom anderer Erkrankungen auftreten (z. B. von Tumorerkrankungen), aber auch als eigenständige Erkrankung. MIt Fatigue bezeichnet man eine besondere Erschöpfung, die sich von anderer, "herkömmlicher" Erschöpfung dadurch unterscheidet, dass die nötige Erholungszeit krankhaft gesteigert ist. Ein Beispiel wäre ein Patient, der nach der Zubereitung eines normalen Mitagessens bis zum Folgetag so erschöpft ist, dass er "nicht mehr kann". 

 

Die Entstehung dieser Erschöpfung ist bisher unbekannt, die Therapie schwierig und langwierig. Man muss davon ausgehen, dass sie die gemeinsame Endstrecke verschiedener Erkrankungen oder Fehlfunktionen ist und dass deshalb nicht jedem Patienten mit derselber Therapiestrategie geholfen werden kann. In vielen Fällen kann jedoch trotzdem eine erfolgreiche Therapie gefunden werden.

 

Aktuell arbeite ich an einem Forschungsprojekt, das einen Beitrag dazu leisten soll, die Entstehung zumindest der Tumor-Fatigue aufzuklären. Hierfür habe ich 2019 den Forschungspreis der Werner-Zeh-Stiftung erhalten. Künftig soll auch eine saarländische Fatigue-Ambulanz etabliert werden, um Betroffenen eine Anlaufstelle anzubieten.